Die Triaxialzelle steht im Labor. Eine zylindrische Bodenprobe aus Lippstadt wird in eine Gummimembran eingehüllt, mit Filtersteinen an Stirn- und Deckelfläche bestückt und im Druckzylinder verspannt. Der Versuchsstand baut den definierten Seitendruck über eine Wasserfüllung auf. Anschließend fährt der Laststempel mit konstanter Vorschubgeschwindigkeit. Kraftaufnehmer und Porenwasserdrucksensor zeichnen jeden Messwert auf. In Lippstadt kommen diese Proben oft aus bindigen Böden der Lippeaue oder aus Geschiebemergel unterhalb der Terrassensande. Die Auswertung der Spannungskreise liefert die effektiven Scherparameter für die Standsicherheit. Der Einbau der Probe erfordert Fingerspitzengefühl, denn Störungen verfälschen die Porenwasserdruckantwort sofort.
Der Triaxialversuch liefert die einzige normgerechte Methode, um die undrainierte Kohäsion cu direkt im Labor zu messen – essentiell für jede Anfangssicherheit.
