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Schürfgrube und Sondierbohrung in Lippstadt – Baugrund direkt aufschließen

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Lippstadt liegt auf rund 80 Metern Höhe am Mittellauf der Lippe – ein Standort, den quartäre Sande, Kiese und Auenlehme prägen. Wer hier baut, muss den Untergrund nicht nur vermuten, sondern Schicht für Schicht kennen. Genau das leistet die Schürfgrube: ein baggergeführter Aufschluss bis 4 Meter Tiefe, der den Boden freilegt und eine geologische Ansprache vor Ort erlaubt. Seit 2023 verlangt das Landesbauordnung NRW bei Neubauten in überschwemmungsgefährdeten Bereichen Lippstadts zunehmend kombinierte Untersuchungen aus Schürfgrube und Sondierbohrung, um die Tragfähigkeit bis zur Gründungssohle lückenlos zu dokumentieren. Unser Team setzt auf punktgenaue Aufschlüsse, die später als Basis für das Baugrundgutachten nach DIN 4020 dienen.

Ein Meter Schürfgrube ersetzt zehn Annahmen: Im Lippstädter Auenlehm sehen wir sofort, ob die Konsistenz für eine Flachgründung ausreicht.

Ablauf und Umfang

In einem Gewerbepark am nördlichen Stadtrand standen wir kürzlich vor einer typischen Lippstädter Situation: oberflächennah tragfähiger Mittelsand, darunter ab 2,20 Meter weichplastischer Auenlehm mit organischen Einschlüssen. Die Schürfgrube zeigte den Übergang gestochen scharf – viel präziser als eine reine Rammkernbohrung es könnte. Entscheidend ist die Probenentnahme: gestörte Proben aus jeder Schicht für die Korngrößenanalyse, ungestörte Zylinderproben aus dem Lehm für den Triaxialversuch. Bei rolligen Böden unterhalb des Grundwasserspiegels, wie sie entlang der Lippe häufig vorkommen, empfehlen wir ergänzend eine CPT-Sondierung, um die Lagerungsdichte tiefenabhängig zu erfassen. Die Schürfgrube liefert in Lippstadt vor allem eines: den visuellen Beweis, den kein indirektes Verfahren ersetzen kann.
Schürfgrube und Sondierbohrung in Lippstadt – Baugrund direkt aufschließen
Technisches Referenzbild — Lippstadt

Standortspezifische Faktoren

Der Baggerlöffel schneidet durch die Grasnarbe, dann durch sandigen Oberboden – und plötzlich steht Wasser in der Grube. In Lippstadt liegt der Grundwasserspiegel in Flussnähe oft bei nur 1,50 bis 2,00 Metern unter Gelände. Eine ungesicherte Schürfgrube läuft dann binnen Minuten voll, die Wände brechen nach, das Schichtenprofil ist unbrauchbar. Ohne normgerechten Verbau und Wasserhaltung wird aus dem Aufschluss eine Gefahrenstelle. Noch kritischer: organische Weichschichten im Auenlehm werden bei Wasserzutritt breiig; eine korrekte Probenentnahme ist dann unmöglich. Wir arbeiten in Lippstadt ausschließlich mit verbauten Gruben, Pumpensümpfen und einem erfahrenen Bohrteam, das den Bagger punktgenau führt. So vermeiden wir Nachfälle und liefern ein gestochen scharfes Profil, das auch der Prüfstatiker anerkennt.

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Typische Werte

ParameterTypischer Wert
Aufschlusstiefe (Standard)bis 4,0 m unter GOK
Grubenbreite1,2 m – 1,8 m
Verbau bei Tiefe > 1,25 mPlattenverbau nach DIN 4124
Bodenansprachevisuell-manuell nach DIN EN ISO 14688
Probenentnahme gestörtEimerproben je Schichtwechsel
Probenentnahme ungestörtZylinderproben in bindigen Lagen
DokumentationSchichtenverzeichnis nach DIN 4023

Verwandte Dienstleistungen

01

Schürfgrube mit Schichtenaufnahme

Maschineller Aufschluss bis 4 Meter Tiefe, Bodenansprache vor Ort, gestörte und ungestörte Proben, Fotodokumentation jeder Schicht.

02

Kombinierte Baugrunderkundung

Schürfgruben plus Sondierbohrungen und Rammsondierungen für ein vollständiges Bodenprofil nach DIN 4020.

03

Laboruntersuchungen

Korngrößenverteilung, Konsistenzgrenzen, Wassergehalt, Glühverlust – abgestimmt auf die Lippstädter Lockergesteine.

Geltende Normen

DIN 4020 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, DIN EN ISO 14688 – Benennung und Beschreibung von Boden, DIN 4023 – Darstellung von Bohr- und Schürfergebnissen, DIN 4124 – Baugruben und Gräben

Gängige Fragen

Wie viele Schürfgruben brauche ich für ein Einfamilienhaus in Lippstadt?

Die DIN 4020 sieht für ein freistehendes Einfamilienhaus mindestens drei direkte Aufschlüsse vor, davon in der Regel zwei Schürfgruben bis zur Gründungssohle und eine ergänzende Sondierung. Bei ungünstigem Baugrund – etwa im Auenbereich der Lippe – erhöhen wir die Anzahl, um die Schichtgrenzen des organischen Lehms sicher einzugrenzen.

Was kostet eine Schürfgrube für ein Bauvorhaben in Lippstadt?

Für eine baggergeführte Schürfgrube mit Schichtenaufnahme, Probenentnahme und Fotodokumentation nach DIN 4023 liegen die Kosten in Lippstadt zwischen €450 und €710 pro Aufschluss, abhängig von Tiefe, Verbauaufwand und Grundwasserhaltung. Das ist der Preis für einen Einzelaufschluss im Rahmen einer Kampagne; die reine Bagergrube ohne Dokumentation ist kein Baugrundgutachten.

Warum reicht eine Rammsondierung allein nicht aus?

Eine Rammsondierung liefert nur den Eindringwiderstand – sie sagt nichts über Bodenart, Konsistenz oder organische Anteile. In Lippstadt mit seinen Auenlehmen und Torflinsen unterhalb des Sandes sehen Sie erst in der Schürfgrube, ob dort eine tragfähige Schicht ansteht oder ein setzungsempfindliches Sediment, das eine klassische Flachgründung ausschließt.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Lippstadt und Umgebung.

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