Die quartären Talfüllungen der Lippe erreichen in Lippstadt Mächtigkeiten von über 12 Metern, was konventionelle Rammkernsondierungen im innerstädtischen Bereich oft an ihre Grenzen bringt. Wir setzen den elektrischen CPT-Versuch ein, um Spitzendruck, Mantelreibung und Porenwasserdruck in einem kontinuierlichen Messprofil zu erfassen. Anders als bei gestörten Bohrproben liefert die Drucksondierung nach DIN EN ISO 22476-1 eine nahezu ungestörte Abbildung der Schichtwechsel zwischen Auelehm, sandigen Zwischenlagen und dem darunter anstehenden Mergelstein. Unser Team hat diese Methodik bereits an mehreren Projekten entlang der B 55 und im Gewerbegebiet am Wasserturm eingesetzt, wo die genaue Kenntnis der Lagerungsdichte über die Gründungsart entschied. Die Messdaten aus dem CPT in Lippstadt fließen direkt in die Bemessung der Fundamente ein, bevor ein Quadratmeter Beton bewegt wird.
Die elektrische Drucksondierung liefert ein lückenloses Tiefenprofil des Lippstädter Untergrunds mit 2 cm Auflösung – ohne Probenstörung und in einem Arbeitsgang.
Standortspezifische Faktoren
Der Untergrund im Süden Lippstadts, nahe Bad Waldliesborn, unterscheidet sich fundamental von den tiefgründigen Talsedimenten im Norden entlang der Lippe. Während im Kurbereich die Mergelsteinverwitterung des Turons in geringer Tiefe hohe Spitzendrücke über 15 MPa liefert und damit Flachgründungen begünstigt, treten im Norden organische Weichschichten mit qc-Werten unter 0,8 MPa auf, die ohne Drucksondierung leicht mit tragfähigen Sanden verwechselt werden können. Ein Bauherr, der sich auf die Erfahrungen vom südlichen Stadtrand verlässt, unterschätzt das Setzungsrisiko in der Aue um den Faktor drei. Der CPT-Versuch deckt solche Kontraste innerhalb eines Profils auf und zeigt, ob Pfahlgründungen oder eine Baugrundverbesserung mit Schottersäulen erforderlich werden, bevor die Bodenplatte bewehrt wird.
Gängige Fragen
Welche Tiefe erreicht eine CPT-Sondierung in Lippstadt?
In den sandigen Niederterrassen entlang der Lippe erreichen wir mit unserem 20-Tonnen-Raupengerät typischerweise Tiefen zwischen 18 und 25 Metern. Bei sehr dicht gelagerten Kiesen oder dem anstehenden Mergelstein des Turons kann die maximale Eindringtiefe auf 12 bis 15 Meter begrenzt sein. Der genaue Wert hängt vom lokalen Spitzendruck ab, der während der Sondierung in Echtzeit überwacht wird.
Was kostet ein CPT-Versuch in Lippstadt?
Die Kosten für eine CPT-Sondierung in Lippstadt liegen zwischen 130 und 240 Euro pro laufendem Meter, abhängig von der erforderlichen Tiefe, der Zugänglichkeit des Geländes und der Notwendigkeit von Dissipationstests. Eine 20-Meter-Sondierung mit Porenwasserdruckmessung ist damit für etwa 2.600 bis 4.800 Euro realisierbar. Jedes Angebot wird auf Basis der konkreten Baugrundsituation und des Erkundungsziels kalkuliert.
Welchen Vorteil hat der CPT gegenüber einer Bohrung mit SPT?
Der CPT liefert ein kontinuierliches Tiefenprofil mit einer Messung alle 2 Zentimeter, während SPT nur punktuelle Werte im Abstand von 1,5 Metern ergibt. Gerade in den wechselhaften Lippstädter Sedimenten mit dünnen Torflinsen oder Schluffbändern werden solche Zwischenschichten von der Drucksondierung zuverlässig erkannt, die eine SPT-Bohrung übersehen würde. Zudem entfällt die Probenstörung, was besonders bei der Ermittlung des Steifemoduls für Setzungsberechnungen einen entscheidenden Genauigkeitsgewinn bringt.